Tierheim "Renate Lang" in Horb/Neckar

Tierheim Horb
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Eastpak

02/2014-19.01.2018

„Du bist nicht mehr dort wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.“

 

Mein lieber Bubi,

die Zeit dich gehen zu lassen kam viel zu schnell für uns. Wir wussten wie krank du warst und man hat sich darauf vorbereitet. Wir wussten, dass es von heute auf morgen passieren kann,aber ganz egal,wie bewusst es einem ist,ganz egal wie man sich versucht zu wappnen, wenn es so weit ist,dann trifft es einen mit voller Wucht. Man gerät ins Wanken und der Schmerz reißt dich zu Boden.

„Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still; und wenn sie sich dann weiterdreht, ist nichts mehr wie es war.“

Ende 2016 übernahm ich eine Patenschaft für dich. So oft ich konnte besuchte ich dich und nach einigen Wochen hattest du mir dein Vertrauen geschenkt, kamst aus deinem Versteck und mit jedem Besuch hattest du dich ein Stück mehr geöffnet. Schnell wurde mir klar, dass unser Zuhause auch deines werden soll. Es sollte nicht sofort sein, denn es gab noch Hürden zu überwinden bis es so weit sein konnte.
Am 11.11.2017 durftest du dann endlich zur Probe mitkommen. Für mich stand schon vorher fest,dass ich dich nie mehr hergeben möchte. Abhängig, ob es auch wirklich so sein konnte war es von unserer Malyna. Wir wussten ja nicht, ob ihr zwei miteinander könnt und selbst das habt ihr beiden mühelos überwunden.

Nur vier Monate durftest du bei uns sein. Vier Monate, die uns wie ein Wimpernschlag vorkamen. Du hast uns so viel Freude bereitet und jeder,der dich kennenlernen durfte war absolut begeistert von dir! Wie konnte es auch anders sein? 🙂 So viele schöne Momente haben wir miteinander geteilt.

Plötzlich ging es dir nicht mehr so gut. Die anfängliche Unpässlichkeit schaukelte sich schnell hoch. Wir verbrachten die Tage und Nächte in der Tierklinik und hatten wenig Hoffnung noch, da du so schnell abgebaut hattest. Sonntag morgen standest du dann plötzlich vor mir mit einem Bärenhunger und mich anmeckern 🙂 hatte auch wieder geklappt. Wir dachten, dass wir es geschafft hatten und darauf folgten tägliche Tierarztbesuche und Behandlungen. Am Donnerstag wurde uns dann gesagt, dass es keinen Sinn mehr macht, dass es Zeit wäre Abschied zu nehmen. Mit der Bitte uns noch eine Nacht zu gewähren nahmen wir dich nochmal mit. Du hattest Medikamente bekommen, damit die letzte Nacht angenehm für dich sein konnte. Die ganze Nacht über habe ich dich im Arm gehalten und gekuschelt und du hast es sichtlich genossen, hast deine geliebten Milkies noch ein letztes Mal geschlabbert und am Freitag, den 19.01.18 war es dann so weit. Wir verabschiedeten uns alle von dir…Eine letzte Umarmung, ein letzter Kuss und um 18.45Uhr bist du friedlich Zuhause eingeschlafen. Sogar die Kirchenglocken haben für dich in dieser Sekunde geläutet.

Wir vermissen dich schrecklich und nur der, der die Liebe kennt, weiß was wir verloren haben.

Wir lieben wahnsinnig mein kleiner Schatz. Hoffentlich geht es dir gut dort, wo du jetzt bist. Eines Tages sehen wir uns wieder.

Deine Familie

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