Haustiere kennzeichnen und registrieren
Katzen und Hunde sollten auf jeden Fall gekennzeichnet und registriert werden.
Auch für Frettchen und Kleintiere, die im Garten gehalten werden , ist eine
Kennzeichnung sinnvoll (für Frettchen sogar vorgeschrieben, wenn man sie ins
Ausland transportiert).
Ist das Tier entlaufen, kann man noch so viele Aushänge machen, oft taucht ein
Tier doch an einer anderen Stelle als erwartet auf. Oft findet auch jemand das
Tier und bringt es zu einer Tierschutzorganisation oder zur Polizei. Die können
dann das gekennzeichnete Tier durch Nachfrage beim Haustierregister dem Besitzer
zuordnen, ohne die ganze Stadt nach Aushängen absuchen zu müssen.
Allgemeines
Die Kennzeichnung findet bei Haustieren durch Microchip oder Tätowierung (im
Ohr, bei Hunden auch auf der Innenseite des Hinterbeines) statt. Dies wird meist
schon beim Jungtier vorgenommen. Für die Tätowierung ist i.d.R. eine Narkose
nötig, weshalb dies oft mit der Kastration oder einer anderen notwendigen OP
zusammen vorgenommen wird. Der Microchip ist nur wenige Millimeter groß und wird mit einer
Hohlnadel unter die lockere Haut (meist am Hals) injiziert. Kosten für den Chip:
ca. 20 EUR inkl. Einsetzen. Eine Narkose ist dafür nicht nötig, der Vorgang
bedeutet nicht wesentlich mehr Schmerz als eine normale Spritze.
Chip oder Tätowierung? Was ist besser?
Beide Arten haben bestimmte Vor- und Nachteile:
- Microchip kann man von außen nicht sehen (wichtig vor allem bei scheuen
Katzen, man muss näher ran als bei einer Tätowierung)
- Tätowierung benötigt Narkose
- Tätowierung kann verblassen
- Tierfänger können ein tätowiertes Ohr einfach
abschneiden
Allgemein wird mittlerweile der Microchip bevorzugt, zumal dieser bei
Auslandsreisen mit dem Tier wegen des EU-Heimtierpasses vorgeschrieben ist.
Lediglich manche Tierschutzorganisationen, die sparen müssen, nutzen weiterhin
die Tätowierung, da so ein Chip auch Geld kostet. Bei reinrassigen Hunden vom
Züchter wird ebenfalls oft eine Tätowierung vorgenommen, und zwar an der Innenseite
der Oberschenkel.
Am besten ist es natürlich, das Tier auf beide Arten zu kennzeichnen, da es so
sowohl durch die Tätowierung äußerlich sofort als "nicht herrenlos" zu erkennen
ist als auch durch den Chip fast unveränderbar gekennzeichnet ist. Zumindest für
Katzen mit Freigang halten wir diese doppelte Kennzeichnung für
sinnvoll.
Registrierung
Es reicht nicht, das Tier zu kennzeichnen, es sollte auch bei einer der
entsprechenden Organisationen registriert werden. Dies geschieht nicht
automatisch durch den Tierarzt!
Tasso:
http://www.tiernotruf.org/
Deutsches Haustierregister:
http://www.tierschutzbund.de/00006.html
IFTA:
http://www.tierregistrierung.de/
Seit September 2005 gleichen diese 3 Organisationen ihre Daten ab, es reicht
also, das Tier bei einer dieser Adressen zu registrieren.
Nur so ist es jedem möglich, ein gefundenes Tier dem Besitzer zuzuordnen, auch
wenn er nicht die Aushänge gesehen oder sonstwie von der Tatsache erfahren hat,
dass das Tier vermisst wird.
Diese Organisationen helfen auch, wenn das Tier nicht gekennzeichnet ist! Also
im Falle eines vermissten Tieres auf jeden Fall an diese Organisationen wenden.
Wenn Sie ein Tier von einem anderen Besitzer übernehmen, denken Sie daran, es
beim entsprechenden Haustierregister "umzumelden".
zurück zur
Übersicht
|