7 einfache Tipps für bessere Tierfotos
1. Ein Assistent ist hilfreich
Viele Hunde und Katzen laufen sofort auf Herrchen/Frauchen zu, wenn
diese mit der Kamera auf dem Boden knien und sie knipsen wollen. Daher
holt man sich einen Assistenten, der das Tier ablenkt und dafür sorgt,
dass es aufmerksam in die Kamera schaut. Am besten steht der Assistent
seitlich hinter dem Fotografen.
2. Auf Augenhöhe sein!
Wenn man ein Tier von „oben herab“ fotografiert, werden die
Proportionen verzerrt und das Bild sieht unfreiwillig komisch aus.
Begeben Sie sich auf Augenhöhe mit dem Tier, indem Sie sich auf den
Boden knien oder setzen.
Falsch - verzerrte Proportion durch ungünstigen Aufnahmewinkel
Richtig - Aufnahme auf Augenhöhe
3. Der richtige Bildhintergrund
Wählen Sie einen möglichst ruhigen Hintergrund mit sinnvollem
Kontrast. Das gefüllte Wohnzimmerregal oder das bunte Blumenbeet lenken
den Blick des Betrachters vom eigentlichen Motiv ab. Schwarzer Hund auf
schwarzem Sessel ist denkbar ungünstig, weil man die Konturen des Tiers
dann nicht sieht. Schwarzer Hund auf weißem Sessel ist genau so
ungünstig, weil es durch den starken Kontrast leicht zu
Belichtungsfehlern kommt.
 
Falsch - zu wenig Kontrast beim Hintergund

Richtig - das Motiv hebt sich gut vom Hintergrund ab
4. Vermeiden Sie Blitz und Kunstlicht
Blitzlicht sorgt für „Zombieaugen“ bei Hund und Katze oder dafür,
dass die Augen zugekniffen werden. Kunstlicht lässt – wenn Sie nicht
gerade ein Profi-Fotostudio haben – die Farben unnatürlich erscheinen.
Am besten macht man Fotos draußen, mit der Sonne im Rücken.

Falsch - Blitzlicht spiegelt sich im Hundeauge
5. Wenn vorhanden: Teleobjektiv (Spiegelreflex) bzw. optischen Zoom
(Kompaktkamera) benutzen
Durch den größeren Abstand zum Tier entsteht so ein natürlicheres
Bild. Durch die größere Brennweite verschwimmt so auch der Hintergrund
ein bisschen, was das Bild schöner macht.
 
Richtig - Portraits mit längerer Brennweite
6. Kurze Belichtungszeiten
Da sich Tiere gern mal bewegen, sollte man mit möglichst kleiner
Blendenzahl und kurzer Belichtungszeit arbeiten, um Verwacklungen oder
Verwischungen zu vermeiden. Besitzer von Kompaktkameras mit wenig
Einstellmöglichkeiten: nehmen Sie dort das Sportprogramm. Ein
empfindlicherer Film (z.B. 400 ASA) bringt Spielraum, bei Digitalkameras
kann man diese ASA (oder ISO) Zahl oft auch nach Wunsch einstellen.
Verwischungen können natürlich auch ein Stilmittel sein,
Bewegungsunschärfe drückt Schnelligkeit aus. Wichtig beim Tierfoto ist
aber meist, dass die Augen bzw. das Gesicht scharf im Bild sind.

Verwischtes Bild mit Bewegungsunschärfe
 
Motiv „eingefroren“ durch kurze Belichtungszeit
7. Die richtige Bildaufteilung
Auf die Dauer ist es langweilig, wenn das Motiv immer nur in der
Mitte des Bildes sitzt. Experimentieren Sie mit dem „goldenen Schnitt“.
So sieht z.B. eine Ganzkörperaufnahme eines stehenden Hundes
harmonischer und interessanter aus, wenn dieser sich auf dem
Schnittpunkt imaginärer Drittellinien im Bild befindet.

Der goldene Schnitt

Motiv mittig
 
Motiv im goldenen Schnitt
Vergessen Sie nicht, dass man die Kamera auch drehen kann. Portraits
und Detailaufnahmen wirken im Hochformat oft besser als im Querformat.

Falsch - Motiv und Bildformat passen nicht zusammen

Richtig - Bildformat ist harmonisch zum Motiv
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