Tag der offenen Tür 2011

Liebe Tierfreunde,
am Sonntag, den 10. April 2011,
veranstaltete das Tierheim „Renate Lang“ in 72160 Horb-Talheim einen Tag
der offenen Tür. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg!
Wir bedanken uns bei allen Besuchern und vor allem
bei den ehrenamtlichen Helfern!
Hier ein Bericht der lokalen Presse:
Freudiges Gebell begrüßt Besucher
Von Peter Morlok
Horb-Altheim. Freudiges und erwartungsvolles Hundegebell begrüßte am
Sonntagnachmittag jeden Besucher des Tierheimes "Renate Lang".
Der Allgemeine Tierhilfsdienst hatte zum Tag der offenen Tür geladen und
auf dem Gelände am Käppelle herrschte geradezu Jahrmarktstimmung. Für
die Kinder gab es eine Hüpfburg, der Duft von Steaks vom Holzkohlegrill
lag in der Luft und viele Menschen aus nah und fern nutzten die
Gelegenheit, mal hinter die Kulissen des Tierheimes, das sich
ausschließlich nur aus Spenden finanziert, zu schauen oder sich mit
gleichgesinnten Tierfreunden zu treffen, um im zwanglosen Gespräch ihre
Erfahrungen auszutauschen. Alle zwei Jahre findet diese Veranstaltung
statt und der große Besucherandrang zeigte, wie groß das Interesse an
der Tierhilfe ist.
Selbst die zwischenzeitlich 92-jährige Renate Lang, die Namensgeberin
und gute Seele des Tierheims, war aus Stuttgart angereist, um ihren
vierbeinigen Lieblingen einen Besuch abzustatten und viele der rund 400
Besucher persönlich zu begrüßen.
Die rüstige Dame hat den einstigen Gasthof, der später als
Trinkerheilanstalt genutzt wurde, aus einer Konkursmasse ersteigert und
dem Tierhilfsdienst unentgeltlich zur Verfügung gestellt, mit der
Auflage, dass die gesamte Immobilie samt dem großem Freigelände dem Wohl
der Tiere dient. Sie selbst hat noch ein bescheiden eingerichtetes
Zimmer im Tierheim, in dem sie ab und zu übernachtet. Der Verein hat
bundesweit etwa 4000 Mitglieder, von denen jeder spendet, was er kann
und geben will und in Horb sind derzeit elf Mitarbeiter, darunter vier
Azubis, angestellt, die sich sieben Tage die Woche liebevoll um ihre
Schützlinge kümmern.
Bei einem Rundgang präsentierten sich die "Hundezimmer", in denen immer
zwei bis drei Hunde zusammenleben, als recht komfortable, großzügige
Räume, teils mit alten Sofas oder Körben ausgestattet. "Wir wollen es
den Hunden so angenehm wie möglich machen und sie sollen auch den Bezug
zu Möbeln nicht verlieren", erklärte Heimleiterin Carola Lerch den Grund
für diese Einrichtungsvariante. Natürlich stehen für die Hunde, aktuell
leben 25 Tiere dort, auch große Zwinger auf der Freifläche zur
Verfügung, in denen sie nach Lust und Laune toben und spielen können.
Im oberen Stock des Hauses, in der Katzenstation, sind die Räume ganz
auf die Bedürfnisse der vierbeinigen Stubentiger abgestimmt.
Versteckmöglichkeiten, Kratzbäume, hohe Sitzmöglichkeiten und
Ruhebereiche gibt es ebenso wie für jede Katze ein eigenes Katzenklo. Um
Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen kümmert man sich ebenso
liebevoll. "Kürzlich wurden zwei Kaninchen mit Zahnproblemen einfach auf
dem Rauschbart-Parkplatz ausgesetzt", empört sich Pflegerin Jeanny
Hochmuth noch heute.
Trotz des großen Andrangs am Tag der offenen Tür und den vielen
freiwilligen Helfern und "Gassigehern", die helfen, wo sie können, sucht
die Heimleitung händeringend nach Helfern und Sponsoren, damit man die
Außenanlage wieder auf Vordermann bringen kann. Bei den Ausmaßen der
Anlage reichen jedoch ein Sack Kies oder ein paar Bretter leider nicht
aus, es sollten schon eine Lastwagen-Ladung Sand oder Kies sein, damit
die Hundezwinger wieder in einen guten Zustand versetzt werden können.
Einen weiteren Appell richtet die erfahrene Tierpflegerin an alle, die
sich ein Tier anschaffen wollen. Sie empfiehlt, dass man genau prüfen
soll, ob man die Verantwortung für ein Lebewesen sowohl zeitlich als
auch aus finanzieller Sicht leisten kann. Dies möglichst, bevor man sein
neues Familienmitglied irgendwann wieder einfach an einem Baum gebunden
oder auf einem Parkplatz "entsorgen" muss.
Quelle:
Schwarzwälder Bote
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